körperlich

Nach Leinwand und Papier, Keramik und Alltagsgegenständen startete ich im Sommer 2026 mein nächstes Projekt. Diesmal geht es um Körper, menschliche Körper, weibliche Körper. Kunst am Körper, Kunst auf verschiedenen Körpern, Kunst mit meinem Körper.

An dieser Stelle kurz mal ein Schlenker zu meiner Geschichte: Vor fast 63 Jahren bin ich mit einer Körperbehinderung auf die Welt gekommen. Was folgte waren Jahrzehnte mit langen Krankenaufenthalten, ständigen Schmerzen, Ausgrenzung und Grenzüberschreitungen. Mein Körper war oft der Teil von mir, der nicht so mitspielte, der mich ausbremste, der anders war und ist.

Und doch ist es gerade diese Körpergeschichte, die mich zu dem kreativen, meist fröhlichen und lebensfrohen Menschen gemacht hat, der ich bin. Zwar wird mein Aktionsradius immer kleiner, aber meine inneren Bilder und meine Ideen werden trotzdem nicht weniger. Sie finden immer wieder Eingang in meine Kunst und das bietet mir einen anderer Weg, mich zu bewegen und Erfahrungen zu machen.

Ich bin meinem Körper so unendlich dankbar, mich durch alle Widrigkeiten, Schmerzen, Schwangerschaften bis hier hin und hoffentlich noch viel weiter getragen zu haben. Und daher widme ich dieses Projekt meinem Körper und dem aller Menschen, die hadern, die Schmerzen haben, die behindert/eingeschränkt sind, die ihren Körper zu dünn, zu dick, zu faltig, zu pickelig und was nicht noch alles finden.

Und ich bedanke mich von Herzen bei den mutigen und wunderschönen Frauen und Mädchen, die mir bei diesem Projekt zur Seite gestanden haben.

Das Projekt besteht aus mehreren Elementen:

Kunst auf Körper

Der Rücken wird zur Leinwand. In diesem Projektelement entsteht das Motiv im Zusammenspiel mit dem Körper. Von der Skizze zum Kunstwerk wird der Prozess dokumentiert.

Kunst am Körper

Hier wird der Körper Träger von kleinen Kunstwerken. Statt an die Wand wird hier Kunst an das Ohr, den Hals oder dem Handgelenk gehängt. Farbenfroh und abstrakt.